Regie: Volker Koepp
Deutschland 1997, Dokumentarfilm
119 Min., 35mm

Ein einmaliges Dokument über den tiefen Wandel Ostdeutschlands nach 1989: Nach den großen Umbrüchen des Landes bleiben Elsbeth und Renate in Wittstock. Edith, die als junges Mädchen immer in der Stadt bleiben wollte, zieht wegen der Arbeit nach Süddeutschland. In Wittstock geblieben schlägt sich Elsbeth von einer Umschulung zur nächsten und findet schließlich eine 8-Stunden-Stelle als Servicekraft im Supermarkt. Renate, Mitte 50, ist froh nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit als Hotelzimmerfrau arbeiten zu können. Privat gibt sie sich anarchisch: Nischt wird gut. ... Es wird Bürgerkrieg geben. Der Textilbetrieb, in dem die drei Frauen jahrelang zusammen gearbeitet haben, ist abgewickelt. Die Arbeitslosigkeit in der Gegend ist hoch, besonders trifft es Frauen. Das chronologische Porträt dreier arbeitsloser Frauen, die sich mit bewundernswertem Mut im Mikrokosmos einer ostdeutschen Kleinstadt durchschlagen.
Preise: Prädikat Wertvoll auf dem 27. Internationales Forum des Jungen Films Berlin 1997, Spezialpreis der Jury auf dem 28. Internationales Dokumentarfilmfestival Nyon 1997, 1. Preis auf dem Balticum Film & TV Festival Bornholm 1998