Artist-in-Residence Programm des Q21

Artist-in-Residence des Q21

Das Artist-in-Residence Programm des Q21 ist ein internationales Künstler_innenstudioprogramm, welches jedes Jahr internationale Künstler_innen für bis zu zwei Monate im Museumsquartier unterbringt und die Möglichkeit gibt, mit Kulturinitiativen an verschiedenen Projekten mitzuarbeiten.

Finanziert wird das Programm von privaten Partnern und Sponsoren, die neben der Unterkunft auch ein Stipendium für die Künstler_innen ermöglichen.

About @q21


Unsere heurige Artist in Residence ist die Gewinnerin der letztjährigen exp:an:ded shorts competition: Cecilia Araneda.
Den mit dem Artist-in-Residence Programm des Q21 dotierten Preis, gewann sie für ihren Kurzfilm The Space Shuttle Challenger.


MASTERCLASS Cecilia Araneda

am Samstag, 30. November um 16:00 Uhr im Max Brown Hotel

Kann das Politische experimentell sein?
Experimentalfilm ist seit langem eine Praxis des Privilegs. Es wird oft nur als notwendige Reaktion gegen industrielle und korporative Formen des Kinos definiert, als Reaktion gegen gängige strukturelle Ansätze –in vielerlei Hinsicht ist es dieses auch. Diese Definition hat jedoch lange jene Erfahrungen und Sichtweisen ausgeschlossen, die außerhalb der größeren nordeuropäischen makrokulturellen Erfahrung liegen.

Cecilia Araneda

Die chilenisch-kanadische Filmemacherin und Kuratorin kam als Flüchtlingskind mit ihrer Familie nach Kanada, nachdem sie der blutigen Militärdiktatur Chiles entkommen waren. Sie wuchs im Norden von Manitoba, in Leaf Rapids und The Pas auf und lebt derzeit in Winnipeg, USA. Sie hat einen Bachelor of Science der York University und einen Master of Science der UBC und ist außerdem dreimalige Absolventin der legendären Filmfarm.

Araneda hat bisher 15 Kurzfilme fertiggestellt, die auf Filmfestivals, in Künstlerzentren und in Kunstmuseen auf der ganzen Welt gezeigt wurden und die national und international mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurden. Zu den Festivals, auf denen sie ihre Arbeiten präsentierte, gehörten Visions du Reél, Ann Arbor, das Jihlava IDFF, Images und das Festival du Nouveau Cinéma.

Sie wurde von LIFT: The Liaison of Independent Filmmakers aus Toronto als Erstempfängerin des Roberto-Ariganello-Preises (2017) und vom Q21 im Wiener MuseumsQuartier (2019) mit Kunstresidenzen ausgezeichnet.


Araneda ist auch eine international anerkannter Kuratorin für Medienkunst. 2019 wurde sie mit dem Joan Lowndes-Preis des Canada Council for the Arts für ihre selbständige kuratorische Praxis in visuellen und medialen Künsten ausgezeichnet. 2017 war Araneda außerdem Preisträgerin einer internationalen kuratorischen Residenz beim FICWALLMAPU International Indigenous Film Festival der Mapuche Nation, das vollständig vom Canada Council finanziert wurde. 2018 kehrte sie ein Jahr später als Kuratorin zum Festival zurück, um Caroline Monnets erste künstlerische Werke zu präsentieren, die im Oktober 2018 beim Festival in Temuco und eine Woche später in Santiago (Chile) vorgestellt wurde. Für das WNDX Festival of Moving Image (eine Organisation, die sie zusammen mit dem Filmemacher Solomon Nagler gründete) kuratierte Araneda mehr als ein Jahrzehnt lang mehrere Programme.